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Den Hohenzollern war die geerbte Burg, die sie vorfanden, viel zu klein. Daher bauten sie eine neue Ringmauer an den Außenrand des Bergsporns und schoben die Burgmauer nach Osten um 12 m vor. Die Burg wuchs so auf fast doppelte Größe an. Im Südosteck brachte man in einem einspringenden Winkel das neue Haupttor unter und schlug einen neuen, sehr breiten Halsgraben in den Fels. An der Südseite wurde ein neuer Palas mit den Fenstern auf die alte Turnierwiese errichtet. Burg Abenberg um 1250
   Zwei große Fensterkammern im ersten Stock mit seitlichen Sitzbänken und vierfachen spitzbogigen Fenstern zeigen noch die Lage des großen Saals. Zweifelsohne besaß der Palas früher noch ein weiteres Geschoß, das die Ringmauer überragte. Abb. 8: Rekonstruktion von Burg Abenberg um 1250; der Turnieranger ist verwaist [Zeune 1999]
   Die Burg besaß neben dem älteren zentralen Turmhaus nur einen einzigen, sehr kleinen Turm am Südwesteck. Offenbar konnten die Hohenzollern nicht darauf verzichten, sich ihren eigenen Bergfried, wenn auch nur in Kleinausgabe, zu errichten. Nach dessen Abbruch 1830 wurde er 1875 wesentlich höher als sog. "Luginsland" neu errichtet. Mehrere schmale, hohe Türen in der Ringmauer belegen das Vorhandensein weiterer kleiner Innenbauten. Schmuckvoll gestaltet ist das spitzbogige Burgportal, das zum Originalbestand der Stauferburg gehört.
   Alle staufische Bauteile zeichnen sich durch ihr anspruchsvolles Mauerwerk aus Buckelquadern mit kräftigen Buckeln und 6 bis 8 cm breitem Randschlag aus. Zangenlöcher treten nur vereinzelt auf, was darauf schließen läßt, daß das bevorzugte Hebegerät noch immer der Wolf war, der von oben her in den Stein eingreift. Fast alle staufischen Buckelquader tragen Steinmetzzeichen, die auch auf der nahen Cadolzburg vorkommen und so den Rückschluß zulassen, daß die Abenberger Steinmetze auch dort tätig waren [Zeune 1997b, Zeune 1999].
 
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