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Die turmreiche Anlage der Burg ist das weithin sichtbare Wahrzeichen der Stadt Abenberg. Zwei hohe Türme, der schlanke "Luginsland" und der wuchtige "Schottenturm", bestimmen die markante Silhouette der Burg. Obwohl beide erst in den 80er Jahren des 19. Jhdts. erbaut wurden, kann man sich doch ihren Anblick im 14. Jhdt. etwa ähnlich vorstellen. Ansicht von Abenberg
   Im 11. und 12. Jhdt. war Burg Abenberg Sitz der gleichnamigen mächtigen Grafen des Radenz- und Rangaues und Hochstiftsvögte der Bischöfe von Bamberg. Abb. 3: Alte Postkartenaufnahme von Burg Abenberg und Kloster Marienburg
   Nach dem Aussterben der Abenberger um 1200 erbten die Hohenzollern, Burggrafen von Nürnberg, die Burg. Doch begannen sie erst um 1230 mit dem Neubau der heutigen Burg, der bis ca. 1250 dauerte. Auch später residierten sie selten hier, im Gegensatz zu der gleichzeitig erworbenen und umgebauten Cadolzburg, die ihr Hauptsitz wurde. Bereits 1296 verkaufte Konrad d. J. "castrum nostrum et oppidum Abenberc" an den Eichstätter Bischof, der hier ein Pflegamt einrichtete.
   1806 kam die Burg schließlich an das Königreich Bayern, das sie an Privatleute weiterverkaufte. Wie damals üblich, hatten diese eher ein Interesse an ihrem Abbruch, bis 1875 der Münchner Kunsthändler Zwerschina die Burg erwarb, vor der totalen Zerstörung rettete und den Wiederaufbau einleitete, um eine passende Kulisse für seinen imitierten mittelalterlichen Lebensstil zu besitzen. Ähnlich baufreudig agierte der folgende Besitzer, der Kammersänger Anton Schott, der den "Schottenturm" neu errichtete und begeistert, aber dilettantisch [Zeune 1997b] in seiner Burg grub.
   Es folgten wieder Jahrzehnte des Verfalls, bis 1982 und 1984 die Stadt Abenberg und der Bezirk Mittelfranken die Burg erwarben und sich intensiv um ihren Erhalt bemühten. Seit 1998 befindet sich hier das Museum "Haus fränkischer Geschichte", bald soll hier auch das Klöppelmuseum Abenberg einziehen.
   Während der Umbauzeit 1988-1992 führte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege archäologische Untersuchungen durch, die 1995 von Zeune ausgewertet und in mehreren Publikationen dargestellt wurden [Zeune 1997a, Zeune 1997b, Zeune 1999]. Aufgrund der spektakulären Befunde kann nicht nur die Baugeschichte der Burg neu geschrieben werden, sie liefern auch einen wichtigen Beitrag zur gesamten Burgenforschung. Ausgrabungen auf Burg Abenberg
  Abb. 4: Grundriß der Ausgrabungen auf Burg Abenberg 1988-1992 [Zeune 1997b]
 
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