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Wanderbeschreibung
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Der wohl im 8. Jhdt. entstandene Königshof Schwabach befand sich bis zum Anfang des 13. Jhdts. im Besitz des Königs und wurde durch Ministerialen verwaltet. Als solcher erscheint 1213 ein "Ramungus de Swabahc" in einer Urkunde. Durch Schenkung kam Schwabach 1212 in den Besitz des Klosters Ebrach. Damit war kein Platz mehr für die Tätigkeit eines königlichen Ministerialen, und so erscheint in einer Urkunde von 1223 "Ramungus miles olim de Svabahc", also "ehemals von Schwabach". Als Kaiser Friedrich II. 1235 aus Italien nach Deutschland kommt, nennt sich Ramungus (I.) erstmals nach der auf königlichem Gut gelegenen Burg "Ramungus de Kamerstein". Offensichtlich war diese Burg inzwischen als neuer Sitz für die Verwaltung des Schwabacher Königsguts erbaut worden. 1241 wird Ramungus Landrichter zu Eger und damit ranggleich mit dem Nürnberger Reichsbutigler. Er stirbt um 1260 im Alter von etwa 70 Jahren. Siegel der Kammerstein
   Sein Sohn Ramung II. erscheint in Urkunden von 1259 bis 1292. Nach Beendigung des Interregnums durch die Wahl Rudolfs von Habsburg 1273 zum deutschen König bemüht er sich energisch um die Wiedergewinnung des entfremdeten Reichsguts um Schwabach einschließlich der Ebracher Güter, was schließlich zu deren Wiederankauf für das Reich führte. Stolz über diesen Erfolg ließ er sich ein neues Siegel mit im Dreieck gestellten Rädern anfertigen und der Umschrift S(IGILLUM) R(AMUNGS) DES ALTEN VON CAMERSTAIN DES GETREWEN UM DAS REICH. Er hinterließ keinen erbberechtigten Sohn; seine Enkel spielten noch eine wichtige Rolle als Reichsschultheiß in Nürnberg und als Bischof von Freising. 1299 verpfändete König Albrecht Burg Kammerstein und Schwabach an den Grafen von Nassau; der Urenkel Ramungs II. saß noch auf einem Steinhaus in Leuzdorf und ist wahrscheinlich 1313 in der Schlacht bei Gammelsdorf gefallen [Schlüpfinger 1981, Schlüpfinger 1985]. Abb. 13: Siegel Ramungs II. von Kammerstein [Schlüpfinger 1981]

   1364 verkauften die Nassauer den inzwischen zum Markt erhobenen Ort Schwabach und Burg Kammerstein an den Burggrafen von Nürnberg, von nun an amtierten hier burggräfliche, später markgräfliche Pfleger.

 
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