Pappenheim und der Weinberg bei Treuchtlingen

Einführung
Die Frühgeschichte
Treuchtlingen
Der Weinberg bei Treuchtlingen
Exkurs in Geologie
Der Aufstieg zur Alb
Die Stadt Pappenheim
Die Burg Pappenheim
Die Galluskirche
Die Reichserbmarschälle
Die Alte Bürg
Literatur
Wanderbeschreibung
Wanderkarte
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Der Aufstieg zur Alb

Diesem Urmaintal folgte wahrscheinlich schon in vorgeschichtlicher Zeit, gesichert aber unter den Römern, etwa wie die heutige B2 eine wichtige Verbindungsstraße nach Süden. Bei der Grabung in der germanischen Siedlung von Schambach wurde eine Pflasterung gefunden, die man als Wiederherstellung dieser römischen Straße im 4./5. Jh. interpretiert.

Bei Dietfurt kreuzte diese Straße die Altmühl, und so entwickelte sich der Ort zu einer wichtigen Straßenstation mit Kirche, Gasthaus und später Poststation. Bei Dietfurt finden sich auch Tonvorkommen, die seit dem Dreißigjährigen Krieg - mit dem Höhepunkt Anfang des 19. Jh. - die Grundlage des bekannten Treuchtlinger Hafnerhandwerks bildeten [Bauer in: Führer 1987]. Der Tonabbau erfolgte unter Tage unter lebensgefährlichen Bedingungen.

Schematische Darstellung
des Tonabbaus bei Dietfurt
[Treuchtlingen 1984]

Im Mittelalter verlief im Schambachtal die wichtige Handelsstrasse von Nürnberg nach Augsburg. Auf diesem Stück der Straße hatten die Pappenheimer das Geleitrecht, beginnend bei der noch stehenden Geleitsäule an der B2 südlich von Weißenburg bis Neuherberg südlich von Treuchtlingen. Hinter dem Bergnershof, zu dem wir jetzt hinaufsteigen, finden sich noch die Fundamente des Pappenheimer Geleitgalgens.

Kurz vor dem Bergnershof machen wir einen Abstecher zu einer merkwürdigen Viereckschanze [Keller 1993]. Vom Aussehen her entspricht sie den bekannten keltischen Viereckschanzen, nicht aber von der Lage, die eher der der Sternschanze oberhalb Dettenheim ähnelt. Mit einer Seitenlänge von 20 m wäre sie auch die kleinste bekannte Viereckschanze. Untersuchungen, die den Ursprung klären könnten, liegen nicht vor.

 
 
 
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