Pappenheim und der Weinberg bei Treuchtlingen

Einführung
Die Frühgeschichte
Treuchtlingen
Der Weinberg bei Treuchtlingen
Exkurs in Geologie
Der Aufstieg zur Alb
Die Stadt Pappenheim
Die Burg Pappenheim
Die Galluskirche
Die Reichserbmarschälle
Die Alte Bürg
Literatur
Wanderbeschreibung
Wanderkarte
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Exkurs in die Geologie

Auf unserem Weg über den Weinberg kommen wir vorbei an der Bohrung Treuchtlingen, in der bis in 618 m Tiefe die Geologie Altmühlfrankens erschlossen wurde [Meyer 1990].

Blick ins Tal des Schambachs nach NWir kreuzen dann das Tal des Schambachs, das für diesen kleinen Bach viel zu breit ist. Hier floß der Urmain nach Süden zur Donau, bis ihm vor knapp 15 Mio Jahren der Weg durch die beim Einschlag des Riesmeteoriten ausgeworfenen Gesteinsmassen verlegt wurde.

Flußgeschichte AltmühlfrankensDer Rest dieses Urmaintales, das Hungerbachtal, dient noch heute der Straße nach Donauwörth als Aufstieg auf die Alb. Es staute sich ein langgestreckter See auf, der Rezat-Altmühl-See, der bis Nürnberg reichte [König 1991]. Im Laufe der Zeit tiefte der Main sein Tal wieder ein und gewann Anschluß an das Tal der Donau, die damals - von Süden kommend - durch das heutige Wellheimer Trockental floß und ab Dollnstein dem heutigen Altmühltal folgte.

Am Beginn des Quartärs (vor ca. 2,4 Mio Jahren) zapfte dann das aktivere Flußsystem des Rheins den Main an, dessen Laufrichtung kehrte sich um, sein Tal wurde von der Altmühl (und weiter nördlich von Rezat und Regnitz) übernommen, bis schließlich die Donau in der vorletzten Eiszeit ihr Tal an den Südrand der Alb verlegte und die Altmühl nun auch ihr für sie viel zu breites Tal bis Kehlheim übernahm.

Flußgeschichte Altmühlfrankens [König 1991]
(heutige Flußläufe blau): a) vor dem Riesereignis,
b) nach dem Riesereignis, c) vor ca. 5 Mio. Jahren,
d) ab Quartär

 
Ein Geologischer Pfad mit Informationstafeln führt Sie von Treuchtlingen aus rund um den Nagelberg und den Treuchtlinger Talknoten in die geologische Geschichte des Altmühltals. Dabei kommen Sie auch an der römischen Villa von Treuchtlingen-Weinbergshof und am Kanalbauprojekt Karls des Großen in Graben vorbei. Informationen beim Informationszentrum Treuchtlingen, e-Mail Touristinfo.Treuchtlingen@t-online.de oder unter http://www.treuchtlingen.de.
 
 
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