Pappenheim und der Weinberg bei Treuchtlingen

Einführung
Die Frühgeschichte
Treuchtlingen
Der Weinberg bei Treuchtlingen
Exkurs in Geologie
Der Aufstieg zur Alb
Die Stadt Pappenheim
Die Burg Pappenheim
Die Galluskirche
Die Reichserbmarschälle
Die Alte Bürg
Literatur
Wanderbeschreibung
Wanderkarte
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Die Enstehung des Orts

Der heutige Ort Pappenheim ging aus einer frühmittelalterlichen Siedlung mit zwei Hofbereichen nördlich und südlich des Altmühlknies hervor. Im nördlichen Hofbereich steht noch die St. Gallus-Kirche, der südliche Hof stand wohl im Bereich der Herrengasse, wo sich heute das Alte Schloß und der Bauhof befinden.

Historische Topographie von PappenheimDie erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 802, als Reginsind, die Witwe eines Grafen im schweizer Thurgau, ihr Gut in der "villa Pappinheim" dem Kloster St. Gallen schenkte. Dies war offensichtlich der nördliche Hofbereich, denn auf der anderen Seite der Altmühl war bis ins 11. Jh. der König begütert, der später auch den nördlichen Bereich erwarb. Daneben wird auch Besitz weiterer Adliger genannt.

Historische Topographie von
Pappenheim [Böhner, in: Führer 1987]

Oberes Tor, daneben die Kirche des AugustinerklostersDas heutige Ortsbild mit Kloster-, Juden- und Herrengasse zeigt die planmäßige Anlage des Orts im 12. Jh. Von der Stadtmauer blieben große Teile erhalten sowie das Obere Tor mit seinem Vorwerk. Dicht daneben liegt das Kloster der Augustinereremiten, 1372 als Hauskloster der Pappenheimer gegründet. Seine spätgotische Kirche (1493) dient heute nur noch als Grablege der Marschälle von Pappenheim.

Die im Kern spätgotische evangelische Pfarrkirche (1476) ist innen in schlichtem protestantischem Stil barockisiert, an den Wänden eine Vielzahl von Grabsteinen gräflicher Beamter, an der N-Wand einige Epitaphien der gräflichen Familie.

Das Alte Schloß in PappenheimDas Alte Schloß besteht aus einem älteren Süd- und einem jüngeren Nordteil (1593) und diente bis zum Bau des Neuen Schlosses der Hauptlinie der Grafen von Pappenheim als Residenz. Die Ausgestaltung der Innenräume (nicht zugänglich) stammt im wesentlichen von 1720/30.

Das Alte Schloß, rechts der ältere Südteil

Das Neue Schloß in PappenheimDas Neue Schloss, eine klassizistische Dreiflügelanlage, wurde 1819/20 von Leo von Klenze erbaut und von namhaften Münchner Künstlern ausgestattet. Die Ausstattung der Erbauungszeit ist im wesentlichen noch erhalten (nicht zugänglich) [Paulus, in: Führer 1987].

Der Judenfriedhof

Der  Judenfriedhof in PappenheimDa die Marschälle von Pappenheim auch den Königschutz über die Juden ausübten, beherbergte Pappenheim seit dem 12. Jh. eine Judengemeinde, die zu den ältesten Deutschlands zählt. Der zweiteilige Judenfriedhof am Nordrand der Stadt legt hiervon ein eindrucksvolles Zeugnis ab [Paulus, in: Führer 1987]. Beeindruckend ist die Gleichförmigkeit der Grabsteine des 17./18. Jh. im neueren Teil am Berghang.

Der 'Neue' Judenfriedhof in Pappenheim

 
Pappenheim ist im Internet zu erreichen unter http://www.pappenheim.de. Der Ort feiert im Jahr 2002 seine 1200-Jahr-Feier, es lohnt sich, auf der Internetseite nach den Veranstaltungsankündigungen zu schauen.
Die Burg ist von Ostern bis Oktober geöffnet, in ihr befinden sich auch ein Botanischer Garten und eine Falknerei.
Die Galluskirche ist tagsüber geöffnet. Die Augustinerkirche kann nur im Rahmen von Stadtführungen besichtigt werden.
Zur Galluskirche und zur Stadtpfarrkirche gibt es Führer in den Kirchen, zur Burg einen guten Führer von Schauerte.
 
 
 
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