Pappenheim und der Weinberg bei Treuchtlingen

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Die Frühgeschichte
Treuchtlingen
Der Weinberg bei Treuchtlingen
Exkurs in Geologie
Der Aufstieg zur Alb
Die Stadt Pappenheim
Die Burg Pappenheim
Die Galluskirche
Die Reichserbmarschälle
Die Alte Bürg
Literatur
Wanderbeschreibung
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Gottfried von Pappenheim und der Dreißigjährige Krieg

Gottfried Heinrich von Pappenheim, zeitgenössische DarstellungIm Unteren Schloß wurde am 8. Juni 1594 der wohl bekannteste Sohn Treuchtlingens geboren, Gottfried Heinrich von Pappenheim, der große General des Dreißigjährigen Krieges.

Er studierte u.a. an der Universität Altdorf, konvertierte 1616 zum katholischen Glauben und trat 1619 in die Armee der Liga, des Bundes der katholischen Staaten im Reich, ein. In ihr avancierte er zum Oberstleutnant und kämpfte 1620 in der Schlacht am Weißen Berg mit, wo er schwer verwundet wurde. Die Narben, die auch auf der zeitgenössischen Darstellung sichtbar sind, trugen ihm den Beinamen 'Schrammheinz' ein.

Denkmal für Gottfried von Pappenheim in PappenheimDie nächsten Jahre sahen ihn in diplomatischer Mission als Reichshofrat, dann wieder als Militär in den Feldzügen gegen den protestantischen Führer Ernst von Mansfeld, im Dienst Spaniens in der Lombardei und bei der Niederschlagung eines Bauernaufstands in Oberösterreich. Im Dänischen Krieg eroberte er 1627 Wolfenbüttel, und 1631 im Versuch, das Vordringen Gustav Adolfs zu verhindern, Magdeburg. Die bis heute nicht zweifelsfrei geklärten Umstände bei der Zerstörung dieser Stadt brachten ihm vor allem im Lager der protestantischen Gegner einen schlechten Ruf ein. In seiner Position als kaiserlicher Feldmarschall befand er sich in einer schwierigen Situation zwischen den gegen ihn gerichteten Intrigen am bairischen Hof und dem kaiserlichen Oberbefehlshaber Wallenstein, der seine eigenen Ziele verfolgte.

Er fiel am 16. November 1632 in der Schlacht bei Lützen, der gleichen, in der auch Gustav Adolf fiel. Begraben ist er in Kloster Strachov in Prag.

Denkmal für Gottfried
von Pappenheim in
Pappenheim

Der Militärdienst hatte ihm vor allem Schulden eingebracht, die Forderungen an seine Schuldner hingegen konnten von seinem einzigen Sohn Wolfgang Adam nicht eingetrieben werden. Nach dessen frühem Tod fiel Pappenheim-Treuchtlingen an den Hauptgläubiger, die Markgrafen von Ansbach.

Sehr lesenswert ist seine ungemein detaillierte, aber dennoch flüssig geschriebene Biographie von Barbara Stadler [1991].

 
 
 
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