Deocar - der dritte Stadtheilige Nürnbergs

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Die Stiftskirche

Stiftskirche St. VitusDie schmale Fassade der Stiftskirche St. Vitus, eingezwängt zwischen den beiden Türmen, spiegelt die Baukonzeption ihrer Entstehungszeit, der Romanik, wider, im Untergeschoss sind möglicherweise noch Teile aus dieser Zeit erhalten. Die Kirche war die Keimzelle der Verehrung des Hl. Vitus im Bistum Eichstätt.

Stiftskirche St. Vitus

Inneres der StiftskircheDie mehrmaligen Zerstörungen der Stadt durch Brände (1305, 1316, 1490, 1633) gingen nicht spurlos an der Kirche vorbei.

1340 mußte der Chor erneuert werden, nach dem Erdbeben von 1356 wurden die heutigen Fassadentürme errichtet, 1447 der heutige Chor. Dem Stadtbrand von 1490 fiel das Langhaus zum Opfer, das ab 1502 noch im damals bereits anachronistischen gotischen Stil errichtet wurde.

Um 1748 wurde schließlich das Innere sehr einfühlsam, wohl unter dem Einfluß von Gabrieli, barockisiert. Neben der vorzüglichen Ausstattung des Barock hat sich noch ein Chorgestühl des 15. Jh. mit Dorsale des 17. Jh. erhalten [Braun 1966, Kunstdenkmäler 1979].

Holzdecke der FrauenkircheDie Frauenkirche

Auch der Vorgängerbau der Frauenkirche fiel dem Stadtbrand von 1490 zum Opfer, der spätgotische Außenbau von 1493 hat sich bis heute im Wesentlichen unverändert erhalten. Im Zuge der Säkularisation wurde die Kirche verkauft und diente als Lager. Erst 1832 wurde sie wieder als Gotteshaus eingerichtet und 1897 im neugotischen Stil ausgestattet. Im Inneren birgt sie ein im europäischen Raum einmaliges Kunstdenkmal: die barocke Decke von 1705 ist nicht aus Stuck, sondern aus über 7500 geschnitzten Holzteilen zusammengesetzt.

Holzdecke der Frauenkirche

In den letzten Jahren wurde dieses einmalige Werk unter großem Aufwand restauriert und erstrahlt seit 2000 wieder in voller Schönheit.

Die Martinskirche

Martinskirche beim Aufstieg von der StadtDie Kirche liegt beherrschend auf dem Berg am Nordrand der Stadt. Sie steht auf den Resten einer vermutlich vorgeschichtlichen Wallanlage. Das Martinspatrozinium und ihre Funktion als Pfarrkirche der Stadt bis 1804 lassen einen fränkischen Königshof noch vor Gründung des Klosters vermuten. Bei der Einnahme und Plünderung der Stadt 1633 durch die Schweden und deren Vertreibung durch kaiserliche Truppen brannte sie ab und wurde erst 1688 neu erbaut, 1721-1734 erweitert und neu ausgestattet.