Deocar - der dritte Stadtheilige Nürnbergs

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Der Weg nach Herrieden

Doch auch der Weg von Ansbach nach Herrieden lohnt sich.

Dautenwinden im FrühdunstAm Morgen sehen wir noch im Frühdunst Dautenwinden liegen, einen jener "-wenden"-Orte in der Gegend von Ansbach, die auf die Kolonisation des weiten Waldgebiets zwischen Ansbach und Heilsbronn mit Slawen vom Obermaingebiet im Auftrag des Klosters St. Gumbertus hindeuten, doch davon später einmal mehr.

Der Ort Dautenwinden im Frühdunst

Burgstall bei SeebronnUnterwegs kommen wir dann kurz hinter Seebronn an einem Burgstall vorbei, den Gumpert [Gumpert 1950] in seinem Inventar fränkischer Turmhügel aufführt. Der Burgstall, "Dicklburg" oder "Dinklburg" genannt, liegt auf einer Bergnase über dem Talgrund. Unmittelbar nördlich davon zieht im Tal ein alter Verkehrsweg von Herrieden nach Ansbach vorbei, zu dessen Kontrolle die Anlage wohl errichtet wurde.

Burgstall bei SeebronnDas Plateau von 45x34 m wird von einem Wall umzogen, der zur Bergnase hin halbkreisförmig gerundet ist. Noch gut zu sehen ist der ringsum laufende Graben von bis zu 8 m Breite und noch 1,5 m Tiefe. Einige Vertiefungen auf dem Plateau deuten auf früher vorhandene Bauten, auch sollen früher noch bearbeitete Sandsteinquader am Berghang sichtbar gewesen sein. Urkundlich ist nichts bekannt, für die Zeitstellung nimmt Gumpert das späte 11. oder das 12. Jh. an.

Burgstall bei Seebronn

Blick nach RauenzellDer Weg zurück

Auf dem Rückweg bietet sich uns noch ein herrlicher Blick über den herbstlichen Altmühlgrund, im Hintergrund Rauenzell, eine ehemalige Klosterzelle Herriedens.

Blick ins Tal des DombachsAm frühen Abend führt unser Weg zurück durch das traumhaft romantische Tal des Dombachs zur Endhaltestelle des Stadtbus, der uns zurück nach Ansbach zum Bahnhof bringt.

Abendlicher Blick
in das Tal des Dombachs

 
Informationen zur Geschichte der Stadt Herrieden und zu ihren Angeboten finden Sie im Internet auf der Homepage http://www.herrieden.de, mit einigen hübschen Panaromaaufnahmen der Stadt (Java aktivieren!). Dort können Sie auch weitere Informationen anfordern, so den zitierten Prospekt und ein Faltblatt zum Bildkreuzweg, der Sie in zwei großen Schleifen in die Umgebung der Stadt führt.
Eine kurze, plastische Lebensgeschichte Deocars (wenn auch nicht ganz korrekt geschrieben),findet sich in dem Buch von Leicht über Heilige in Bayern.