Einführung
Der Anfang der Geschichte
Der Burgstall von Lampersdorf
Die frühe Burg
Die Festung
Die Herren von Stein
Die Ministerialen
Die Hedwigsbecher
Der Ort Hilpoltstein
Baiern, Nürnberg ...
... und Pfalz-Neuburg
Literatur
Wanderbeschreibung
Wanderkarte
Zur Hauptseite
 

Die Forschungsgeschichte von Burg Hilpoltstein

Im 18. Jh. diente die Hauptburg als Steinbruch, bis sie 1879 von der Stadt, später vom Landkreis übernommen wurde. Die Vorburg wurde als Krankenhaus genutzt, die Hauptburg war völlig überwuchert. Von 1988 bis 1995 wurde die Anlage bei eine Sanierung archäologisch gründlich untersucht. Danach ergab sich ein vollständig anderes Bild von der Baugeschichte als vorher vermutet. Über die Ergebnisse wurde an verschiedenen Stellen berichtet [Platz 1989, Platz 1992a, Platz 1992b, Platz 1998, Platz 2000].

Bauphase 1
Plan der Bauphase 1 (grün)
[nach Platz 1998]

   Für die ältere Forschung stand fest, daß die Burg in der 2. Hälfte des 13. Jh. errichtet wurde und auch die Gründung der Stadt in diese Zeit zu setzen sei.

Der Beginn von Burg Hilpoltstein

Nach Funden in kleinen Bereichen der Grabung müssen die Anfänge der Burg jedoch mindestens bis ins 10./11. Jh. zurückdatiert werden (Bauphase 1). Auch der mächtige, geschüttete Erdwall auf dem Schloßbuck könnte aus der Zeit der Ungarneinfälle im 10. Jh. stammen.

Salier und Staufer

Bauphase 2
Plan der Bauphase 2 (orange)
[nach Platz 1998]

Im 11./frühen 12. Jh. (Bauphase 2) entsteht die erste Steinburg, im Westen ein Wohnturm mit mindestens zwei Geschossen, in der Mitte ein zweigeschossiger, etwa quadratischer Palas. Das Mauerwerk bestand aus kleinformatigen Sandsteinquadern.

Burg vor 1150
Ansicht der Burg vor 1150
[nach Platz]

Bauphase 3
Plan der Bauphase 3 (hellblau)
[nach Platz 1998]

   Bis etwa 1220/30 (Bauphase 3) wird die Anlage ausgebaut. Die Mauern der Hauptburg werden erneuert, Palas und Wohnturm um eine dritte Etage aufgestockt.

   Die innere und äußere Vorburg werden ummauert. Das Mauerwerk besteht jetzt aus großformatigen Buckelquadern ohne Zangenlöcher aus hellem, weißlichem bis gelblich-weißlichem Sandstein. Am Tor der äußeren Vorburg sowie am Südosteck der Burg werden zwei Ministerialensitze errichtet.

Burg um 1170
Ansicht der Burg um 1170
[nach Platz]

Eingang mit Zugtreppe
Schemazeichnung des
Eingangs mit Zugtreppe
und Winde

   Der Zugang zur Hauptburg erfolgt über einen Felsengang und einen Keller, von dort möglicherweise über eine Zugtreppe und endet direkt im Palas.

Eingang im Burgfelsen
Eingang durch den
Burgfelsen

       
           
 
Zurück | Home | Vorwärts