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Der Burgstall Lampersdorf

Burgstall bei Lampersdorf
Der Burgstall von Lampersdorf

In einem kleinen Wald nördlich von Lampersdorf liegt ein Burgstall auf einem etwa 5-6 m hohen Erdhügel. Er hat die Form eines abgerundeten Rechtecks von etwa 50 x 30 m und ist von einem Graben von etwa 10-12 m Breite umzogen, der möglicherweise als Sumpfstrecke ausgebildet war. Diesem vorgelagert ist noch ein Wall von 2-3 m Höhe. Eine größere rundliche Vertiefung am Nordrand des Plateaus ist möglicherweise die Spur eines größeren Gebäudes oder Turms [Gumpert 1950]. Der Durchmesser der ganzen Anlage beträgt etwa 150 Meter.

   Solche "Motten" (früher auch Turmhügelburgen) genannten Anlagen datieren in der Regel vom Anfang des 11. bis ins 12. Jh. [Böhme 1999], in seltenen Fällen auch früher.
   Das Bild zeigt die idealisierte Rekonstruktion eines typischen Dorfes des späten 11. Jh. nach den Ausgrabungen in der Wüstung Holzheim in Nordhessen [Wand 1992]. So ähnlich können wir uns damals auch Lampersdorf vorstellen.

Dorf der Salierzeit
  Rekonstruktion eines
typischen Dorfes der
Salierzeit [Salier 1992]
   Das Dorf umfaßt mehrere von Flechtwerkzäunen umgebene Gehöfte, im Ausschnitt nicht dargestellt ist der große mit Palisaden befestigte Wirtschaftshof. Ins Auge fällt der massive Wohnturm als Sitz des Verwalters, der sich so schon deutlich von der übrigen Dorfbevölkerung abgrenzt [Salier 1992, Wand 1992].

   In dem Salbuch der Reichsstadt Nürnberg von 1544 heißt es: "Item hat die Gemein Lampersdorf ein Bühel, das Burgstall genannt, ... auf vorgenanntem Wall und Burgstall soll vor Jahren ein Schloß gestanden sein, darinen der Herren von Stein ihr Voreltern ehe sie zu Herren worden gesessen und sich von Buttiglerstein genannt und geschrieben haben, ehe das Schloß zum Stein gebaut worden". Die Richtigkeit dieser Angabe läßt sich nicht mehr nachprüfen. Fest steht jedoch, daß die Herren von Stein zu Beginn des 12. Jh. im Ort begütert waren und Stiftungen für das Kloster Seligenporten, das Spital und die Stadtpfarrkirche Freystadt sowie das Chorherrenstift in Hilpoltstein machten.

Plan der Hofstellen von Lampersdorf

   Horndasch [1998] hat die Geschichte der Höfe herausgearbeitet und die Hofstellen 2 und 6 als die ehemaligen Wirtschaftshöfe der Burg identifiziert.

 

Plan der Hofstellen
von Lampersdorf
[Horndasch 1998]

Burgstall bei Heuberg    Einem weiteren Turmhügel begegnen wir im Wald kurz vor Heuberg, hier ohne Siedlung. Wahrscheinlich diente er nur der Überwachung der Straße von Allersberg nach Hilpoltstein.

Burgstall bei Heuberg

         
 
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