Einführung
Der Anfang der Geschichte
Der Burgstall von Lampersdorf
Die frühe Burg
Die Festung
Die Herren von Stein
Die Ministerialen
Die Hedwigsbecher
Der Ort Hilpoltstein
Baiern, Nürnberg ...
... und Pfalz-Neuburg
Literatur
Wanderbeschreibung
Wanderkarte
Zur Hauptseite

Hilpoltstein, Baiern ...

Bauphasen 6a und 6b
Plan der Burg in den
Bauphasen 6a (rot) und 6b
(dunkelblau) [Platz 1998]

Schweiger von Gundelfingen verkaufte 1386 Veste und Stadt Hilpoltstein an die Wittelsbacher Herzöge Stephan, Johann und Friedrich, bei der Teilung des Herzogtums kam Hilpoltstein an Baiern-Ingolstadt. 1392 bestätigte Herzog Stephan die Stadtrechte und verlieh neue Freiheiten.

   Um 1400, in Bauphase 6a, lassen sich auch wieder größere Umbauten an der Burg feststellen. Nebengebäude um den Bergfried wurden errichtet, Räume eingewölbt und ein Treppenturm im Burghof der Hauptburg errichtet. Dem Tor der inneren Vorburg wurde eine Barbakane (Vortor mit Zwingermauern) vorgelegt, die äußeren Ministerialensitze wurden aufgegeben.

   Doch schon bald verpfändete Herzog Stephan, der lebensfrohe "Kneissl", die Stadt Hilpoltstein. Sein Sohn und Nachfolger wurde von Heinrich dem Reichen, Herzog von Baiern-Landshut, gefangen gehalten und sein Land annektiert, damit gehörte Hilpoltstein jetzt zu Baiern-Landshut.

   1473/74, in Bauphase 6b, wurde die vorher erfolgte Reduktion der äußeren Vorburg wieder rückgängig gemacht. Die Mauer der äußeren Vorburg wird nach Süden verschoben, an der östlichen Burgmauer wird von Ludwig dem Reichen der große Kornspeicher, der Traidkasten, errichtet, heute Haus des Gastes und Museum.

Traidkasten
Der Traidkasten, ehemaliger Kornspeicher
Ludwigs des Reichen

   

Burg um 1400
Burg Hilpoltstein um 1400 [nach Platz]

   Da Georg keine männlichen Nachkommen hatte, sollte Baiern-Landshut an Baiern-München fallen. Doch Georg setzte seine Tochter Elisabeth als Erbin ein, die mit Ruprecht von der Pfalz, einem Wittelsbacher der Pfälzer Linie verheiratet war. Beim Tod Georgs 1503 kam es zum offenen Erbstreit mit Albrecht dem Weisen von Baiern-München, zum Landshuter Erbfolgekrieg. 1506 konnte der Krieg durch einen Schiedsspruch Kaiser Maximilians beendet werden. Die "Junge Pfalz", auch "Pfalz-Neuburg" genannt, wurde für Georgs minderjährige Enkel Ottheinrich und Philipp von Baiern abgetrennt. Dazu gehörte auch das Amt Hilpoltstein.

   Der großjährig gewordene Ottheinrich war durch den Bau seiner Schlösser in Neuburg und Grünau, durch die Förderung der Künste und die hohen Ausgaben für die Hofhaltung völlig verschuldet. So verpfändete er 1542 die Ämter Hilpoltstein, Heideck und Allersberg für 132 000 Gulden auf 36 Jahre an die Freie Reichsstadt Nürnberg.

Brunnenmännlein
Das Brunnenmännlein
mit dem Nürnberger
Wappen [Stadt Hilpoltstein]

...Nürnberg...

Für die Nürnberger mag dabei die strategische Überlegung maßgeblich gewesen sein, in der Dauerfehde mit Albrecht Alcibiades, dem Markgrafen von Brandenburg und Burggrafen von Nürnberg, ihre Position zu verbessern. Von den kriegerischen Auseinandersetzungen waren die drei Ämter dann auch sehr betroffen, 1552 wurde Hilpoltstein vom Markgrafen besetzt. Die Nürnberger waren gleich nach Übernahme der Stadt darauf bedacht, die Verhältnisse in ihrem Sinne zu ordnen. So wurde die Reformation eingeführt, 1544 ein Salbuch angelegt und eine Stadtordnung erlassen.
   Erinnerung an diese Zeit ist noch das Brunnenmännlein, das 1560 in der Werkstatt von Pankraz Labenwolf zu Nürnberg gegossen wurde.

           
           
 
Zurück | Home | Vorwärts