Einführung
Der Anfang der Geschichte
Die Fronten werden abgesteckt
Zerstörung und Wiederaufbau
Die Festung
Die lange Streit und Paul Pfinzing
Die Ausklang
Die Grablege der Gegner
Plan der Burg um 1551
Die Pfinzingkarte
Der Plan der Zollerngruft
Literatur
Wanderbeschreibung
Wanderkarte
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Unsere heutige Wanderung beginnt in Sachsen bei Ansbach, wo schon der Name geschichtsträchtig ist: Das weite Waldgebiet südlich und östlich von Ansbach war im Besitz des Klosters St. Gumbertus und wurde von dort mit Kolonisten aufgesiedelt.
   Von Sachsen geht es zu Markt und Festung Lichtenau. Seit diese 1406 in den Besitz der Reichsstadt Nürnberg kamen, waren sie ein ständiger Zankapfel zwischen der Stadt und den Markgrafen. Im 1. Markgrafenkrieg wurde der Ort von Markgraf Albrecht Achilles eingenommen, mußte aber im Frieden an Nürnberg zurückgegeben werden. Seither baute die Stadt die Burg weiter aus. Einzelheiten sind auf einem Plan von 1552 (Achtung: 107 kB!) überliefert, der damalige Bauzustand ist charakteristisch für die Zeit, in der die Artillerie an Bedeutung gewann.

   Im 2. Markgrafenkrieg wurde die Feste von Markgraf Albrecht Alcibiades völlig zerstört. Danach begann Nürnberg mit dem Wiederaufbau, jetzt allerdings in der damals modernen "italienischen Manier". In dieser Form ist Lichtenau eine der wenigen in Deutschland erhaltenen frühbarocken Festungen, an ihr lassen sich sehr gut die Formen dieses Baustils demonstrieren.
   Danach kam es nicht mehr zu kriegerischen Auseinandersetzungen, aber zu ständigen Übergriffen der Markgrafen, die die Landeshoheit über Lichtenau beanspruchten; Versuche zu einer gütlichen Einigung blieben ergebnislos. Die Streitigkeiten führten zu einer Vielzahl von Prozessen; für einen davon fertigte der Ratsherr und Kartograph Paul Pfinzing eine Karte des Pflegamts Lichtenau (Achtung 189 kB!) an.
   Ohne einen endgültigen Entscheid in den Prozessen kam Lichtenau 1806 zusammen mit Nürnberg an Bayern.

   Unser Weg führt uns dann durch das Waldgebiet der Feuchtlach nach Ansbach zur Stiftskirche St. Gumbertus. Unter ihrem Chor sind die Ansbacher Markgrafen seit 1643 beigesetzt, an ihren Grabdenkmälern läßt sich die Geschichte der fränkischen Markgrafschaft bis zum Übergang an Preußen 1791 ablesen.

           
 
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